Sachsen versinkt derzeit unter enormen Schneemassen – trotzdem wurde der Bahnhof Hänichen heute ohne Verspätung erreicht.

Tief verschneit präsentierte sich heute Abend der Bannewitzer Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr erstmals auf dem Gelände des ehemaligen Hänichener Bahnhofs stattfand. Dass hier seit knapp sechzig Jahren keine Gleise mehr liegen, war bei der aktuellen Schneehöhe ohnehin nicht auszumachen – im Gegenteil, bei dem heutigen Besucherandrang konnte schnell der Gedanke aufkommen: Zugverspätung auf Grund eingeschneiter Weichen! Doch es war nicht an dem, denn die Gäste des Weihnachtsmarktes hatten heute vor allem ein Ziel, sie wollten der Eröffnung des restaurierten Bahnhofsgebäudes beiwohnen.

Pünktlich um 18 Uhr nahm Bürgermeister Christoph Fröse die feierliche Einweihung vor und schon drängten die Besucher in das frisch sanierte Bahnhofsgebäude, hier präsentierte sich unser Verein mit einem Souvenirstand im Warteraum. Im dahinter liegenden Schalterraum hatte der Bergbautraditionsverein der Wismut eine kleine Ausstellung mit Informationen zur Bergbaugeschichte in Hänichen vorbereitet. Und nachdem sich die Erwachsenen mit Bratwurst, Glühwein und Fettbemmen gestärkt hatten kam für die kleinen Gäste der Weihnachtsmann mit der Feuerwehr angefahren.

Das Bahnhofsensemble mit Stationsgebäude, Freiabtritt und Bahnsteigbeleuchtung ist nun wieder hergestellt, stolz prangt der historische Stationsname „Hänichen Goldene Höhe“ wieder am Giebel des Gebäudes. Für die Windbergbahn geht mit der heutigen Eröffnung ein überaus erfolgreiches Jahr zu Ende, ist doch mit der Sanierung der beiden Bahnstationen Hänichen und Boderitz-Cunnersdorf der Fortbestand des TECHNISCHEN DENKMALS WINDBERGBAHN auch in der Gemeinde Bannewitz gesichert.